unsere Ostkuestentour beginnt…

Standard

Heute klingelte der Wecker schon um halb sieben, da Claudia netterweise angeboten hat, uns auf dem Weg zu ihrer Arbeit zu dem Mietwagenverleih zu bringen. Bei East Coast Car Rentals hatten wir einen kleinen Hyundai Getz für ca 28 Euro am Tag angemietet. Als dann nach längerem Hin und Her, die Wagenschlüssel überreicht wurden und wir die Koffer eingeladen haben, ging es erst noch in den botanischen Garten in Sydney, weil wir noch ein paar Fotos machen wollten. Der arme Tim musste erstmal damit klar kommen, auf der rechten Seite zu sitzen und links zu fahren. Gar nicht so einfach. Claudia hat uns zum Glück bis an unser Ziel gelotst. Dort haben wir uns von ihr verabschiedetet und für die schönen Tage bedankt. Es war echt toll bei den beiden.
Im Park haben wir vergeblich Flughunden gesucht, die dort zu Tausenden in den Bäumen wohnen. Wir haben einen älteren Mann gefragt, ob er wüsste in welchen Pflanzen wir schauen müssten. Die Konversation mit ihm war typisch für Australien. Hier ist es üblich zu fragen, wie es einem geht. Auf die Frage how are you hat er erzählt und erzählt. Die Fische beissen nicht an, wann es am Besten ist zu angeln etc. Das fanden wir toll, da er überhaupt nicht argwöhnisch war. In Deutschland würde man gleich komisch angeschaut werden, nach dem Motto: Entschuldigung, kennen wir uns? Der nette alte Mann hat uns dann irgendwann gesagt wo wir hinlaufen müssen. Dort waren aber keine flying foxes. Die Parkwächter haben uns erzählt, das sie umgesiedelt werden sollen, weil sie die Bäume kaputt machen und sie daher jeden Morgen vertrieben werden. Das finde ich schon ein bisschen gemein.
Unsere Parkuhr war abgelaufen und es war auch Zeit gen Norden aufzubrechen. Heute ist auch das perfekte Wetter für unsere Tour. Die Sonne scheint und es sind 28 Grad. Wir kommen unserer gewohnten Temperatur wieder näher :)
Unser nächstes Ziel war Newcastle. Dort wohnt auch eine ehemalige Arbeitskollegin von Tim. Als wir nach ca 2,5 Stunden angekommen sind haben wir erstmal ein Cafe getrunken und ihr geschreiben. Als Treffpunkt hat Katherine uns das Surfhouse Merewether vorgeschlagen. Katherine ist echt nett und hat uns sogar angeboten bei ihr zu übernachten. Sie wohnt zusammen mit ihren Eltern in einen sehr schönen und modernen Haus. Unser vollbeladenes Auto konnten wir in ihrer Garage abstellen und sind dann zusammen etwas Essen gegangen. Es war echt cool mit ihr, sie ist eine sehr entspannte und interessante Person. Sie ist Fotografin und hat uns ein paar Bilder eines Projektes gezeigt, das bislang bei einem Wettbewerb unter den Top 10 ist. Wir wünschen ihr Glück das sie den ersten Platz macht! Die Verkündung findet am 18.10 statt, an unserem 3 jährigem. Das kann nur Glück bringen :)
Nach einem kurzen Strandspaziergang sind wir zu ihr gefahren. Ihre Eltern waren nicht da und wir konnten in einem eigenen Zimmer auf einer Luftmatraze schlafen. Wir haben uns echt wohl bei ihr gefühlt, weil sie sehr entspannt ist und uns angeboten hat alles mögliche zu benutzen. Als alle schlafen gegangen sind, sass ich noch recht lange an dem Blog. Wir sind ganz schön im Rückstand…
Eure Kommentare vermissen wir allerdings auch. Wir schauen jeden Tag nach, aber keiner schreibt uns was :’(

Zweiter Tag in Engadine: Delfine, Capitan Cook und Wale

Standard

Heute war ein cooler Tag. Na ja, es sind ja alle Tage schön, aber heute haben wir Delfine gesehen. Claudia hat uns an den Cronalla Beach gefahren, da sie für ein paar Stunden einen Termin hatte. Wir sassen auf einer Bank und haben uns in unseren Jeanshosen einen abgeschwitzt, denn heute hatten wir 28 Grad und strahlend blauen Himmel, als Tim auf einmal auf das Meer gedeutet hat. Ich konnte es kaum fassen. Super nah am Strand schwamm eine ganze Horde Delfine vorbei. Ein Schwimmer hat sogar vergeblich versucht sie einzuholen. Voll schön!
Da kann man neidisch auf die Australier werden. Es ist so schön hier, überall wunderschöne Strände, so eine atemberaubende Landschaft und so viele tolle Tiere… Echt Wahnsinn!
Was mir hier auch gut gefällt ist, dass das Leben hier überwiegend draussen stattfindet. Man geht das ganze Jahr an den Strand. Überall gibt es Picknickplätze, ob am Strand oder in den Parks. Und es gibt viele Trinkwasserspender und öffentliche Toiletten. Und die sind nicht so ekelhaft wie in Shanghai in den glitzer-glamour Malls.
Da können sich die Chinesen eine dicke Scheibe von abschneiden.

Claudia hat uns nach ihrem Termin wieder eingesammelt und wir sind zum Captain Cooks Landingspot gefahren. An diesem Punkt, in der Botany Bay landeten 1770 die Engländer und erklärten das Gebiet zu New South Wales unter englischer Krone. Wir sind auf den Felsen geklettert, genau an dem Punkt, an dem sie damals landeten. Zu diesem Thema ist eine kleine Ausstellung eingerichtet worden, in der das Schiff der Captain Cook Mannschaft Endeavour als Miniatur steht, es viel zu lesen gibt und sogar kurze Filme gezeigt werden. Das war echt sehr interessant. Captain Cook gilt als Genie seiner Zeit und scheint ein kluger Mann gewesen zu sein. Ein Zitat von ihm besagte, dass die Aboriginies vielleicht auf den ersten Blick bemitleidenswert sind, aber in Wirklichkeit sind sie viel glücklicher, als es Europäer jemals sein könnten, da sie die ganzen unnötigen Dinge, die wir brauchen nicht kennen und daher nicht danach streben. Die Geschichte Australiens ist eigentlich eine sehr traurige für die damaligen Bewohner. Diejenigen, die nicht an den eingeschleppten Krankheiten starben, wurden teilweise regelrecht abgeschlachtet. In den 50 und 60er Jahren wurden ihnen sogar die Kinder weggenommen, um sie in Heime zu stecken. Heute sind es gerade einmal 4% der Bevölkerung…
Australien ist echt toll, aber die Geschichte mit den Aboriginies wirft einen dunklen Schatten auf das Land. Bisher haben wir nur betrunkene Aboriginies gesehen, die aussahen, als würden sie auf der Strasse leben.
Das ist echt krass und macht mich total traurig.
Uns wurde erzählt, dass die Regierung in gewissen Hinsichten bemüht ist Schadensregulierung zu betreiben. Zum Beispiel bekommen Aboriginies gewisse Vergünstigungen und Arbeitnehmer müssen eine gewisse Quote von ihnen vorweisen. Dies hätte jedoch noch weiter zu einer Trennung von weissen und schwarzen Australiern geführt. Denn nicht jeder sei damit einverstanden Menschen zu unterstützen, die “eh nur saufen”.

Auf dem Weg zum Auto haben wir so einen süssen Vogel gesehen, der die Laune wieder aufgehellt hat.
Der lachende Hans oder auch Kookaburra wird er genannt.
Wir wollten noch zum Walewatching Point. Uns wurde gesagt, dass wir wahrscheinlich keinen Wal sehen werden, weil die Zeit, in der sie dort vorbei ziehen schon vorbei ist. Aber kaum haben wie geparkt, hat Tim auch schon auf das Meer gezeigt. Wahnsinn, ein riesiger Wal hat einen grossen Satz aus dem Wasser gemacht hat. Voll toll. Wir haben leider etwas zu spät ein Foto gemacht… Aber das war wirklich ein Erlebnis :)
Wir hätten noch stundenlang auf das Meer blicken können, in der Hoffnung einen weiteren zu sehen, wenn der Hunger nicht wäre.
Wir sind alle zusammen zum Aldi gefahren. Heute gab es Spaghetti Bolognaise. Juhuuu, darauf hatten wir echt mal tierischen Appetit.
Im Aldi haben wir uns noch Proviant für morgen und ein paar Messer und Teller gekauft. Mit den no Name Tupperdosen, die wir uns schon besorgt hatten, sind wir jetzt für jedes Picknick im Auto ausgestattet.

Engadine: mit Cousine Claudia im Royal National Park

Standard

Wir haben super gut geschlafen und ein Frühstück stand auch schon für uns bereit. Der Cafe war lecker und ein Frühstücksei war eine super Abwechslung.
Im Anschluss ging es mit Claudia in den Royal National Park hier in Sydney. Dort haben wir das erste Mal eine Horde Kakadus gesehen. Voll süss, die laufen bzw fliegen hier überall frei rum.
Mit dem Auto haben wir einen weiteren Stopp an einem Strand gemacht, ich glaube der hiess Wattamola. Der war super schön. Links das offene Meer und rechts eine kleine Lagune. Der Strand war jedoch übersäht mit Blue Bottle Quallen (portugiesische Galeere). Auf den ersten Blick sehen die aus wie Kondome oder sogar freakige Süssigkeiten. Aber ein paar Leute waren trotzdem im Wasser und sind sogar von den Klippen gesprungen. Diese Quallen sind zum Glück nicht wirklich gefährlich, aber tun ganz schön weh. Paul hat uns später von einem Freund erzählt, der beim Fallen von dem Surfbrett die Tentakel, die meterlang sein können, um den Hals bekommen hat. Auuuaa..
Nach dem Strand hat uns Claudia zu einem Aussichtspunkt gebracht, von wo aus man schön an der Küste entlang schauen konnte. Im Anschluss sind wir an einen Surferstrand gefahren. Gleich beim Austeigen ist mir ein komisches Tier aufgefallen und ich habe Claudia gefragt was das sein könnte. Sie dachte zuerst an einen Hund, aber es war ein Wallaby, eine Kanguruart! Ein recht grosses dickes rothaariges Wallaby :). Voll süss! Laut Claudia sieht man sie in dem National Park so gut wie nie und weder Paul noch sie haben jemals dort eins gesehen. Es war also ein richtiger Glücksfall. Ich war total aus dem Häuschen. Soooo süss. Es hat und angeschaut und dann weiter gefressen.
Die Artenvielfalt hier in Australien ist echt der Hammer. Es gibt so viele tolle und ungewöhnliche Tiere hier. Sogar die Tauben sehen hübsch aus, sie haben abstehende Federn auf dem Kopf, die aussehen als hätten sie einen Irokesen. Neben den Kakadus sieht man auch überall Ibise und andere storchähnliche Vögel. Und viele ganz bunte Papageien. Für uns ist das echt toll und man entdeckt jeden Tag einen neuen Vogel.
Wir sind dann noch einen Kaffee trinken gegangen und haben uns gegen den aufkommenden Hunger ein paar Pommes gegönnt. Während wir da sassen haben wir auch ein paar Omi und Opi Kakadus gesehen, voll süss! Die Einheimischen sehen diese Vögel als Plage an und finden sie nicht so toll wie wir, da sie alles annagen und kaputt machen, was aus Holz ist.
Am Abend sind wir noch zum Aldi gefahren (ja, den gibt es auch hier). Heute Abend sollte es lecker Steaks geben. Wir haben uns schon mal eine Kühltasche für unsere Ostküstentour gekauft :) aber eigentlich wollte ich eine auf der Coles steht und nicht Aldi, aber gut… Man kann nicht alles haben ;)
Wir haben uns noch über unsere frisch gewaschenen Klamotten gefreut, denn Claudia hat uns direkt gestern Abend noch angeboten, eine Maschine anzuschmeissen und heute war schon alles trocken. Das ist soooo cool, wieder frische Sachen zu haben… Heute haben wir auch nochmal eine Ladung gewaschen. Freshy fresh kann es dann los gehen.
Das war es dann auch schon für diesen Tag. Nach dem Essen sassen wir noch eine Weile zusammen und dann ging es ab ins Bett.

Sydney: Rush Cutters Bay, Bondi Beach, Fahrt nach Engadine

Standard

Der Feiertag hat deutliche Spuren im Hostel hinterlassen, zwei der vier Badezimmer waren verschlossen und ein weiteres voll gekotzt. Ein Badezimmer war zum Glück noch übrig.
Heute mussten wir pünktlich raus aus den Federn, denn wir wollten das Frühstück nicht verschlafen (Toast, Marmelade und Cornflakes). Um elf war Check out Time und um halb elf waren wir mit Kirill und seiner Freundin Julia verabredet. Tim kennt Kirill über einen Freund aus Göppingen.
Die beiden haben uns im Hotel abgeholt, wir haben uns einen Kaffee to go gekauft und sind dann in den Park am Rush Cutters Bay gegangen. Obwohl es bewölkt war und es höchstens 21 Grad waren, haben wir uns beide einen kleinen Sonnenbrand geholt. Der eine mehr, der andere weniger versteht sich ;)
Später sind wir wieder ins Hostel, weil ich noch eine Bewerbung abschicken wollte, die ich am Abend zuvor nicht mehr fertig bekommen habe.
Als ich meine glorreiche Tat vollbracht hatte, sind wir zur Oxford Street gelaufen und haben den Bus nach Bondi Beach genommen. Das ist ein super schöner Strand, mit einer belebten Promenade, Skateboardrampen und vielen Surfern. Hier sind gerade Schulferien und überall laufen Teenager rum.
Wir haben uns ein paar Burger bei Burger King, der hier übrigens Hungry Jack’s heisst, gegönnt und haben im Anschluss den Beach walk gemacht. Man läuft ca 2 Stunden bergauf und -ab, Treppe rauf und runter die Küste entlang zu weiteren Stränden. Super schön… Es war ganz schön kalt und windig an diesem Tag, nach dem langen Spaziergang hat es auch gereicht mit der frischen Luft und wir sind mit dem Bus zurück gefahren.
Wir haben uns diesmal für unsere abendliche Verpflegung für die günstige Variante entschieden und sind zu Coles, einem Supermarkt gegangen, um uns Brot, Käse und Tomaten zu kaufen. Dann gab es Veschpa, wie Tim so schön sagt ;)
Um halb acht mussten wir samt Gepäck zum Flughafen aufbrechen, weil wir uns dort mit Claudia, der Cousine von Tim verabredet hatten. Sie und ihr Mann Paul, ein echter Australier, sind an diesem Tag von einem verlängerten Wochenende zurück gekommen. Mit den beiden sind wir in ihr Haus nach Engadine, einer kleinen Ortschaft von Sydney, die ca 40 km von der Innenstadt entfernt liegt, gefahren. Wir können die nächsten 3 Nächte bei Claudia und Paul bleiben :).

Erster Tag in Sydney

Standard

Nach 14 Stunden Schlaf für mich und 12 für Tim sah die Welt schon wieder anders aus. Wir haben es tatsächlich geschafft das Frühstück im Hostel zu verschlafen, denn das gibt es nur bis zehn. Wir haben uns daher auf die Suche nach einem Cafe gemacht, das uns von der lieben Anna empfohlen wurde, das Lush Bucket in der Harris Street. Nach hundert Stunden hatten wir es dann auch gefunden, es war aber leider heute am Sonntag geschlossen. Ein junger Mann, den wir nach Empfehlungen gefragt haben, hat uns die Glebe Street, als eine Strasse voller Cafes, die nicht so commerziell sind, genannt. Das war ein super Tipp. Für 9,50$ wurde ein leckeres Bacon-Egg Sandwich zusammen mit einem guten Cappuccino angeboten. Endlich satt, es war mittlerweile bestimmt ein Uhr, sind wir in Richtung Central gezogen. Beim nächsten Hostel auf dem Weg, haben wir uns eine Strassenkarte mitgenommen und den Tipp bekommen, mit dem grünen Bus Nr 555 kostenlos zum Circular Quay fahren zu können. Das haben wir dann natürlich auch gemacht. Von dort aus hatte man einen super Blick auf die berühmte Harbour Brigde. Anschließend sind wir weiter zum Opernhaus gelaufen und haben uns die interessante Architektur angeschaut. Leider hatte unsere Kamera keinen Akku mehr, aber mit unserer Videokamera konnten wir ein paar Schnappschüsse machen.
Wir sind dann durch den wunderschönen botanischen Garten gelaufen. Dort findet man eine grosse Vielfalt an verschiedenen Pflanzen und vielen frechen Vögeln.
Durch das Geschäftsviertel sind wir dann Richtung Hostel gewandert. Wir haben heute viele viele Kilometer hinter uns gebracht.
Am Abend hatten wir natürlich Hunger und wollten zu einer Pizzeria, die uns im Hostel empfohlen wurde. Dort kostet die günstigste Pizza 19 Dollar also 15 Euro! Für eine Margherita??! Im Hostel hing am schwarzen Brett ein Zettel mit der Aufschrift 5$ Pizza bei Hugos. Nix wie hin da. Eine dreiviertel Stunde bis 20h mussten wir uns noch gedulden. Bei Hugos angekommen mussten wir feststellen, das irgendetwas nicht stimmt. Um fünf nach acht hatte sich schon eine lange Schlange voller aufgebrezelter Leute angesammelt, die nicht aussahen als waren sie wegen einer 5$ Pizza da. Wir waren im locker lässigen gammel Touri-Look und haben erstmal gefragt, ob wir überhaupt rein kommen. Ja, das wäre kein Problem, es kostet allerdings 20$ Eintritt, da morgen ein Feiertag ist. Dann könnte man gleich die Pizza für 19$ Essen..
Wir dachten uns aber, was solls, gehen wir noch ein bisschen weg. Innerhalb von 10 Minuten hatten wir uns umgezogen und standen wieder vor Hugos. Die Pizza war super mega lecker, es gab auch ausgefallene Kreationen und Tim hat gleich zwei gegessen, um den Eintrittspreis wieder auszugleichen. Da sassen wir dann draussen auf der Veranda bei einem 9$ Bier bzw Wein und haben die partywütigen Aussies beobachtet. Es sind wirklich alles andere als hässliche Menschen. Nur manche Outfits waren echt zu geil… Ein Mädel hatte ein Kleid an, indem sie aussah wie ein Truthahn. Nach zwei Drinks war unser Budget für den Tag bis ans Ende ausgereizt und wir sind ins Hostel zurück.

die letzten Stunden auf Bintan, ein paar Stunden Singapur und der Flug nach Sydney

Standard

Heute sind wir wieder genauso früh aufgestanden wie gestern, aber diesmal beabsichtigt. Wir wollten jede Minute nutzen bis zur Abfahrt der Fähre um 14h. Nach dem mega Sturm/Regen/ Gewitter gestern abend schien heute die Sonne unverschämt schön vom strahlend blauem Himmel. Einfach nur gemein.. beim Frühstück haben wir gefressen bis der Arzt kommt. Anders kann man es wirklich nicht nennen. Völlig überfressen und mit leichten Magenschmerzen haben wir uns auf die Liegen geschleppt. Morgens um zehn war es schon sooo heiss, das man es am Besten im Wasser ausgehalten hat. Es war soooooooooo herrlich. Ich musste erstmal eine Weile schwimmen, damit mein Magen sich beruhigen konnte.
Da die Sonne heute so schön schien, war der Strand nochmal schöner: das Wasser noch türkiser und der Sand noch weisser… Es war wirklich ein Traum. So einen schönen Strand habe ich noch nie gesehen und wir waren immer noch fast alleine, obwohl heute Freitag ist. Aber wahrscheinlich wird sich der Strand mit Wochenendurlaubern aus Singapur im Laufe des Tages noch etwas füllen.
Wir haben soooo geweint das Paradies verlassen zu müssen, jeder von uns wäre sehr gerne noch mindestens einen Tag geblieben. Ich war wirklich traurig das Paradies verlassen zu müssen.
Angelique und ich sind aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus gekommen. Und wir wollten nicht gehen…
Um 12 haben wir dann jeweils ausgecheckt, unser Gepäck auf die Terrasse gestellt und sind dann wieder ins Wasser. Bis zur letzten Minute haben wir am Strand gechillt und uns kurz vor Abfahrt mit den Strandduschen vom Salzwasser befreit. Das war die letzte Dusche bis wir in ca 20 Stunden in Sydney ankommen.
Der Bus brachte uns dann zur Fähre, die uns gegen 4 Uhr Ortszeit in Singapur einlaufen liess. Wir hatten bis Mitternacht Zeit bis wir zum Flughafen mussten. Angelique und Felix haben die restlichen Stunden mit uns verbracht. Wir haben erstmal unsere Koffer aus dem Sleepy Kiwi geholt und vor unserem ehemaligen Hostel noch einen Kaffee getrunken, dann ging es zu Fuß zu den beiden ins Hotel. Das war nicht allzuweit entfernt und liegt diesmal in little India. Dort sind wir später auch noch indisch Essen gegangen. Die Gerichte wurden anstatt auf Tellern auf riesigen Bananenblättern serviert, waren scharf und sehr lecker. Als Verdauungsspatziergang ging es dann durch little India und zu einem richtig coolen Markt, dem Bugis Street Market. Da gab es sogar schöne Klamotten von unbekannten Designern. Nach einem Drink in the Prince of Wales, war es dann an der Zeit die Koffer aus dem Hotel von A und F zu holen und mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren, um Flug Nr 12 in Angriff zu nehmen. Der Taxifahrer hat uns voll viel erzählt, z.b. über den Rassismus, der leider recht stark in Singapur herrscht etc.
Im Flughafen angekommen blieb uns gar nicht mehr allzuviel Zeit. Wir haben uns noch etwas bei McDonalds geholt, denn bei Scoot, der billig Airline von Singapur Airlines, gibt es weder etwas zu Essen noch zu Trinken. Da in Australien die Zigaretten umgerechnet um die 11 Euro kosten, wollte ich mir gerne aus dem Duty Free eine Stange mitnehmen. Tja, leider musste ich von der Verkäuferin erfahren, dass sich vor ein paar Wochen ein Gesetz geändert hat und es nun nur noch erlaubt ist 2,5 Schachteln pro Person mitzunehmen. Ganz toll. Wir haben eine Stange für 11 Euro gekauft, die Hälfte weggeschmissen und brav nur 5 Schachteln zu zweit nach Australien eingeführt. 2 Schachteln hab ich noch unsere Sitznachbarin im Flugzeug geschenkt. Die war echt nett und hat uns sogar angeboten mit einem Camper bei ihr im Garten zu übernachten.
Von meinem Zigarettenschmuggel nach Singapur hatte ich noch welche übrig. Ich war mir allerdings nicht sicher wieviele, ich konnte auch nicht nachschauen, weil sie im Koffer waren. Ich hatte ganz schön Angst und hab mir schon alle möglichen Ausreden einfallen lassen. Aber am Ende wurden wir natürlich nicht kontrolliert…. Und ich hatte noch zwei weitere Schachteln. Juhuu
Der Flug war mega beschissen, wie Tim zu sagen pflegt, und da hat er Recht. Es war soooo eng und schmal, der arme Tim hatte überhaupt kein Platz für seine Beine. Die Stewardessen haben ihn jedes mal geweckt, weil sie mit den Wägelchen nicht an seine Knie vorbei kamen, die seitlich ein bisschen am Sitz herausschauten. Alles war einfach nur beengend. Wie bei Ryanair. Und darin sollten wir 7 Stunden verbringen und am Besten noch schlafen… Das ging bei mir die ersten Stunden überhaupt nicht. Zu meinem Glück blinkte die Leselampe über mir auch noch ununterbrochen, wie ein Discolicht. Das ganze Flugzeug war dunkel nur bei mir war Party… Nach gefühlten hundert Stunden kam zum Glück eine Stewardess.
Das war der schrecklichste Flug, den ich je hatte, bei Tim steht nach wie vor der Air India Flug auf Platz 1.
Gegen 12h australische Zeit waren wir endlich da. Weil die Bahn aus irgendwelchen Gründen nicht fuhr, war ein kostenloser Busshuttle zum Central eingeführt. Juhuuu, wir mussten zwar ewig warten, aber haben 11 Dollar pro Person gespart.
Gegen 14h waren wir endlich im Hostel Jackaroo in Kings Cross.
Wir waren soooo fertig. Ich vor allem. Ich hab the easy life Asiens vermisst, der Schlafmangel, es ist soooo kalt, das Zimmer ist sooo kahl, ohne Badezimmer und das Bett ist voller Haare… mir war einfach alles zu viel… Nach einer Dusche ging es wieder.
Wir sind erstmal raus unser Viertel betrachten. Erster Eindruck super viele Junkies, erinnert ein bisschen an den Kietz nur halt nicht ganz so schlimm. Ein bisschen wie in London und doch eigen.. alles ist einfach so anders im Vergleich zu allen Orten, in denen wir in den letzten zwei Monaten waren. Erster Eindruck von Australien: super nette Menschen, die bei dieser Kälte halbnackt rumlaufen und alles ist arschteuer..
Die Mädels aus dem Hostel haben uns den Pub Kings Cross Hotel empfohlen, wo man gut und günstig Steaks essen kann. Das war auch wirklich ein sehr guter Tipp. Für 12 Dollar, also etwas weniger als 10 Euro, gab es für uns beiden Hübschen ein richtig leckeres Steak. Gesättigt sind wir noch ein Weilchen spazieren gegangen, aber nach kurzer Zeit waren wir eingefroren, obwohl wir 3 Lagen Klamotten trugen. Ich hatte sogar mein Tuch um den Hals. Und die Mädels laufen hier in kurzen Höschen und Bustier rum. Und alle sind in Flip Flops bei einer Höchsttemperatur von 20 Grad. Gegen Abend sind es jedoch nur um die 13 Grad. Wahnsinn!
Ich war sooo müde und konnte gegen 19h kaum noch die Augen offenhalten. Um neun erlag ich der Müdigkeit. Tim war noch im Supermarkt und hat sich Brot, Käse und seine geliebten Tomaten gekauft. Um elf ist er dann auch schlafen gegangen.
Ein (bzw eigentlich zwei) lange und anstrengende Tage…