Ausflug in die Halong Bay

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Um 8 Uhr morgens sollten wir mit dem Bus abgeholt werden. Wir haben uns total mit dem Frühstück abgehetzt und ich habe die Hälfte sogar stehen lassen. Der Bus kam jedoch erst eine halbe Stunde später.
Das Frühstück in diesem Hotel war super. Es gab Baguette, Toast, frische Früchte und super leckeren Joghurt, Kaffee, Tee, verschiedene Säfte und man könnte sich auch alle möglichen Eiervariationen, Sandwiches, Suppen etc zubereiten lassen. Das war nach Dubai mit Abstand das beste Frühstück! Und vor allem konnte man sich von allem bestellen soviel man mag, nicht so wie in Saigon, wo man sich zwischen Kaffee und Saft entschieden musste :$.
Die Busfahrt hat über 3 Stunden gedauert. Nach der Hälfte wurden wir an einer Art Raststätte rausgelassen, die einen riesigen Souvenierbereich hatte. Da mussten wir uns eine halbe Stunde aufhalten, in der Hoffnung, dass wir den Laden leer kaufen. Wenn die Tourgesellschaft dafür nicht entlohnt wird, weiss ich auch nicht… Jetzt wissen wir auch wie sich Rentner auf einer Kaffee-Fahrt fühlen müssen.
Wir waren auch diesmal eine bunte Truppe aus allen Nationen. Da war das australische Pärchen (sie ist ursprünglich aus Laos und er aus Vietnam), die Engländerin, die aussah wie Tingle Tangle Bob (klingt vielleicht gemein, aber bitte siehe Foto), die Hongkong Chinesin mit ihrem riesigen etwas moppeligen Sohn, die stillen indonesischen Schwestern, die alleinreisende Chilenin und die beiden Deutschen mit einem älteren Herren, der etwas aussah wie Mr Burns. Bis zum Schluss blieb allerdings unklar in welchem Verhältnis die drei zueinander standen. Zwischen durch musste ich echt lachen, weil wir einfach zu witzig aussahen… Der Tourguide war diesmal auch ganz nett, aber wir konnten ihn oft nicht verstehen. Insgesamt war er nicht halb so witzig wie der auf dem Ausflug zum Mekong Delta. Er hat uns auch ein paar interessante Dinge über Vietnam erzählt. Z.B. das Land hier sehr teuer ist und die Menschen daher ganz schmale Häuser bauen. Manche sehen wirklich aus als würde pro Stockwerk nur ein Bett hinein passen. Aber dafür bauen sie viele Etagen, denn es ist üblich, dass mindestens 3 Generation unter einem Dach wohnen. Im untersten Stockwerk ist häufig ein kleiner Laden. Manchmal ist es jedoch auch einfach ein Wohnzimmer, indem Sachen verkauft werden. Auch sind kinderreiche Familien in der Gesellschaft sehr hoch angesehen. Vor allem zu Kriegszeiten war es für die Familien ein Segen möglichst viele Kinder zu haben, damit sie dem Land dienen können. Kinder wurden schon mit 13 zur Armee geschickt, um dort zumindest in der Küche oder bei sonstigen Tätigkeiten zu helfen.
Ausserdem hat er uns erzählt, dass die Vietnamesen Dinge verbrennen, um sie somit den verstorbenen Verwandten im Jenseits zu schicken. Meist Geldscheine oder Bilder auf denen z.B. ein Motorrad abgebildet ist. Einer der beiden Deutschen (er wohnt und arbeitet übrigens seit 2 Jahren in Singapur) meinte, dass sogar gefälschte Gucci Taschen verbrannt werden, damit auch die Omi im Jenseits eine schöne Tasche hat 🙂

Im Bus hatten wir beide leider die blödesten Sitze, denn wir saßen in der letzten Reihe. Der Busfahrer ist gefahren wie ein Gestörter und die Strassen waren zum Teil katastrophal. Wir sind so durchgeschüttelt worden und bei grossen Schlaglöchern fast vom Sitz gehüpft. Als wir die Autobahn erreicht haben sagte der guide: the highway is same same but very different to your country. 🙂
Denn dort kann jeder auf die Autobahn, ob Mensch oder Tier, zu Fuß, auf dem Moped oder im Auto.
An der Bucht angekommen sind wir auf ein Schiff umgestiegen. Es war echt schön die ganzen kleinen Inseln zu sehen. Insgesamt gibt es mehr als 1900 davon.
Dann gab es Lunch auf dem Schiff. Wir sassen mit der kleinen Mutter und dem Riesenjungen an einem Tisch. Beide waren voll nett und konnten super englisch. Wir hatten auch gleich ein Gesprächsthema, weil wir ja morgen in ihre Heimatstadt reisen. Zuerst wurden uns nur ein paar Skampis und ein kleiner Teller Pommes auf den Tisch gestellt und ich hatte schon Angst das es alles ist (der Junge hatte bestimmt auch Panik 😉 aber dann wurden immer mehr kleine Teller mit verschieden Sachen serviert. Sehr lecker und recht viel! Tim hat vegetarisch bestellt. Ich glaube die waren damit etwas überfordert, denn sie haben ihm u.a. einfach gebratene Erdnüsse gebracht.

Nach dem Lunch konnten wir uns aussuchen, ob wir mit einem Kajak oder einen Ruderboot in eine Grotte fahren wollten. Auf Grund der Hitze haben wir uns dafür entschieden uns im Ruderboot fahren zu lassen. Im Kajak hätten wir auch keine Fotos machen können. Der Fahrer war eine Frau, die uns ganz schön leid getan hat. Irgendwann fing sie an, uns auf vietnamesisch etwas sagen zu wollen, aber wir haben es erst gecheckt als sie auf eine leere Wasserflasche gedeutet hat, die im Wasser trieb. Die Arme hatte voll Durst und es war einfach so extrem heiss in der Sonne. Wir hatten zum Glück ungeöffnete Flaschen dabei. Tim wollte sie dann mit dem Rudern ablösen, aber das war gar nicht so leicht. Nachdem Tim uns ein paar mal im Kreis gedreht hat, hat die Frau ihm angedeutet ihr das lieber wieder zu überlassen. Die Grotte war echt schön und wir sind auch an Hausboote vorbei gefahren. Die Rudererin hat uns zu verstehen gegeben, dass auch sie dort wohnt.
Später ging es dann noch zu Fuß in eine Höhle.
Dann ging es auch schon wieder Richtung Hanoi. Der Busfahrer ist noch gestörter gefahren, weil er wohl so schnell es ging nach Hause wollte. Nach zwei Stunden war mir richtig schlecht vom ganzen Gewackel.
Heute war bekanntlich Freitag und in Hanoi war der Teufel los. Ausserdem stand der Unabhängigkeitstag (2.Sep.) bevor und es war wie jedes Wochenende night market. Alle Strassen waren super voll. Im Hotel angekommen, sind wir direkt wieder raus, um etwas zu Essen. Tim hat die Schnauze voll von Reis und wollte am liebsten zu Mc Donalds. Gibt es aber leider nicht in Vietnam, also gab es für ihn Kentucy. Ich wollte aber unbedingt am letzten Abend noch mal original vietnamesisch Essen. Nach langem Suchen sind wir auf ein ganz kleines Restaurant gestossen, welches nur 4 Gerichte angeboten hat. Vor dem Laden stand ein Engländer, der mir das erste Gericht auf der Karte empfohlen hat, Glasnudeln mit Rindfleisch, Salat und Erdnüssen. War echt lecker.
Tim war leider etwas kaputt, daher sind wir dann auch ins Hotel.
War ein schöner Tag!

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