Second Day in Hongkong

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Heute ging es zuerst mit der Metro zur Prince Eduard Station.
Die Metro ist hier echt der Hammer. Riesige Stationen und alle super sauber und modern. Manche sind in eine Mall integriert, andere sehen aus wie Flughäfen, wo man sogar sein Gepäck abgeben kann. Es gibt sogar Computer-Stationen, damit man ins Internet gehen kann.

Die Wege sind sehr sehr lang. Man kann sich hier die Füsse wund laufen bis man vom Eingang die Bahn erreicht hat oder um in eine andere Linie umzusteigen. Die Bahnen fahren hier ca im 2 bis 3 Minuten Takt und sind trotzdem immer voll.
Hier gibt es auch grundsätzlich Warnschilder für alles mögliche. Man soll sich an dem Geländer bei der Rolltreppe immer festhalten (es gibt auch überall Aufkleber, die einem versichern, dass alles regelmäßig desinfiziert wird), man soll nicht mit Flip Flops auf den Rolltreppen laufen, Achtung rutschig, nass usw…
Die Gleise sind durch eine Art Plastikmauer mit Türen vom Bahnsteig getrennt.
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Aber Atemschutzmasken tragen sie hier kaum, im Gegensatz zu Vietnam, wo jeder mit so einem Ding rumgelaufen ist. Obwohl wir uns nicht sicher sind, ob das nicht vor allem dem Schutz vor Bräune dient.

An der Prince Eduard Station gibt es den sog Goldfish Market.

Es werden dort, wie man sieht, auch wirklich Goldfische verkauft, aber auch viele andere Tiere, wie Hunde, Schildkröten und Leguane. Weiter ging es dann auf den Fa Yuen Street Market, der vor allem für trendige Damenmode bekannt ist  🙂
Tim ist natürlich ausgeflippt vor Freude. Dort gab es super viele kleine Lädchen mit teilweise ganz schönen Sachen, vor allem weil es super viele Zara Fälschungen gab 🙂 und das Beste ist, das ich dort die Zara Weste gefunden habe, die ich mir in Deutschland sogar schon gekauft hatte, sie dann aber in einem Moment der Besinnung wieder zurück gebracht habe, weil sie mit 60 Euro einfach zu teuer war. Jetzt habe ich eine identische Weste für 18 Euro (sogar original Zara Preisschilder hängen dran) 🙂 🙂 🙂 Juhuu! In Shanghai werde ich die gleiche Weste wahrscheinlich noch günstiger finden, aber das Risiko wollte ich nicht eingehen, darauf zu spekulieren.

Hier mal ein paar Bilder von unserem Zimmer. Leider können wir nur die Fotos posten, die wir von meinem Handy gemacht haben, da wir nirgends ein Internet Cafe finden, um die Bilder von der Kamera runterzuladen.

Jetzt sind wir grade zurück ins Hotel gekommen, denn wir waren mit Priscilla, Sally und Alan zum Dinner verabredet. Die drei arbeiten bei Li und Fung und haben Neckermann betreut.
Es war ein sehr netter Abend. Alan und Priscilla haben mich oft zum verzweifeln gebracht, weil beide immer soooo ewig lange Emails geschickt haben… Aber ich habe auch sehr viel von beiden gelernt, vor allem von Alan. Ich hatte ihn auf höchstens 33 geschätzt und einen etwas tollpatschigen dicklichen Jungen erwartet, denn so wurde er mir auch in etwa beschrieben. Aber er ist 56! sehr klug und weiss anscheinend sehr viel, denn die beiden haben ihn die ganze Zeit alles mögliche gefragt und ihn immer scherzhaft Professor genannt. Bei Priscilla hätte ich eher eine ältere, steife und spiessige Frau erwartet. Aber sie ist genau das Gegenteil: voll lieb, immer am lachen und einfach nur super nett. Mit Sally hatte ich beruflich kaum zu tun. Sie ist auch voll die Nette und sehr witzig. Alle drei sind schon um die 50, nur Priscilla ist Mitte 40. Das sah man ihnen überhaupt nicht an.
Da ich wie gesagt eine strenge spiessige Frau erwartet hatte und nicht wusste wie chick das Restaurant sein wird, welches sie ausgesucht hat, hab ich mein elegantestes Kleid, was ich dabei hab, und hohe Schuhe angezogen. Das Kleid hab ich auch wieder mit dem Föhn gebügelt. Leider hatte ich vergessen den Reißverschluss am Rücken von dem Kleid zu schließen und bin so den halben Abend mit einem 15 cm langen offenen Reißverschluss rumgelaufen. Tim ist es auch nicht aufgefallen, aber allen anderen ganz sicher.. Na ja, ist grade trendy in Deutschland ;).
Meine Plattfüsse, die nichts anderes mehr kennen als Flip Flops, waren nach einer Minute schon fertig mit den Nerven. Priscilla hatte angeboten uns abzuholen und wir haben da natürlich an ein Auto gedacht. Leider waren sie mit der Metro unterwegs und meine Füsse sind gestorben. Und overdressed war ich auch.

Wir sind zum Causeway Bay in das Restaurant Harvest Festival, welches Spezialitäten aus Shanghai anbietet, gefahren. Das Essen war ganz anderes als wir es kennen. Es war ungewöhnlich aber teilweise schon lecker. Als Speisekarte wurde uns ein IPad gegeben, auf dem die Gerichte alle sehr geschmackvoll abgebildet waren. Das Bild von Rindfleisch mit einer Pfeffersosse hatte es uns angetan. Leider hat es nicht so toll geschmeckt, denn es waren kleine etwas knorpelige Fleischstückchen in Sülze. Den Rest der Bestellung haben die drei dann übernommen. Bei den deep fried Skampies hatte Tim starken Würgereiz verspürt, er hat jedoch den Drang es auszuspucken erfolgreich unterdrücken können. Die waren echt schrecklich mit einer ganz komischen Panade. Auch sehr gewöhnungsbedürftig waren chinesische gedämpfte Teigtaschen, die man sich mit Schweinefleisch in Sosse und Salat belegen konnte. Booaahh, das konnte ich einfach nicht ganz auf essen, Tim hingegen war ganz eisern. Was uns allen, auch Alan, Sally und Priscilla nicht geschmeckt hat, waren kleine mit Fisch gefüllte Frühlingsrollen.. sooo schrecklich fischig. Super fand ich die Spare Rips und die eingelegten Gurken. Auch der Salat mit einer Erdnussosse fand ich auf jeden Fall interessant. Ausserdem gab es Dim Sum, weil sie mitbekommen haben, dass ich die so gerne esse. Diese waren jedoch mit Schweinefleisch gefüllt, mit Skampis, wie ich sie so gerne esse, ist hier nicht so populär. Die waren nichts für mich. Wenn man in die Dinger reinbeißt, läuft erstmal eine Flüssigkeit raus beeeeehhhh. Tim fand sie ok, sie haben ihn an Maultaschen erinnert. Zum Nachtisch gab es kleine Bällchen mit einer leckeren Füllung, ich glaube Lotusblüte? Die waren echt super. Aussen waren sie allerdings etwas salzig, was mich zuerst total gewundert hat. Zum Essen gab es kannenweise Jasmintee. Das hat Tim am Essen am Besten gefallen, für ihn waren die Speisen einfach nichts :(.

Auch haben sie uns einige interessante Dinge über Hongkong und China erzählt. Z.b. das die Hongkong Chinesen bevor die Engländer Hongkong an China zurückgaben, grosse Angst vor dem Kommunismus und damit vor Einschränkungen ihre Freiheit hatten. Viele sind daher ins Ausland geflohen, um zu versuchen eine neue Staatsbürgerschaft zu bekommen. Hongkong Chinesen identifizieren sich anscheinend sehr wenig mit dem Rest Chinas. Momentan protestieren die Hongkong Chinesen hier wegen dem Unterrichtsfach national education. Denn es ist geplant, den Lernstoff den der Festland Chinesen anzupassen. Die Leute befürchten, dass dann nur noch die Ideologie und nicht mehr die wahre Geschichte unterrichtet wird. Wir haben hier schon ein paar mal riesige Schülergruppen im Sitzstreick gesehen, jetzt wissen wir auch warum.
Ausserdem haben sie uns erzählt, das in Hongkong kantonesisch gesprochen wird, ansonsten in China jedoch mandarin. Auch gibt es einen Unterschied in den Schriftzeichen. Festland China benutzt im Gegensatz zu HK die vereinfachte Schreibweise, die damals von Mao eingeführt wurde, um den vielen Analphabeten das Lesen und Schreiben zu erleichtern. Ich finde die chinesischen Schriftzeichen total interessant. Auch die drei meinten, dass es einfach so super schwer ist und auch sie nicht mal ein Viertel aller Zeichen beherrschen.

Alan erzählte uns auch, dass ein Mensch in Hongkong durchschnittlich auf ca 5 qm wohnt. Auch haben sie uns von der Spezialität des sog 1000 years egg erzählt… http://en.m.wikipedia.org/wiki/Century_egg

Der Abend war echt toll mit denen und ich habe mich sehr gefreut sie mal persönlich kennenzulernen. Tim hat es natürlich auch sehr gut gefallen! In Shanghai treffen wir dann Raymond vom dem dortigen Li und Fung Office.
Gute Nacht Deutschland. Wir hoffen es geht euch allen gut?!

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    • Nee, keine Angst. Wenn man an die Läden vorbei geht, die diese Sachen verkaufen, wird einem von dem Geruch schon ganz schlecht. Aber sag bescheid wenn du was brauchst 😉
      Voll viele Sachen sollen einen krassen antiage Effekt haben…vielleicht sehen die Leute hier deshalb auch so jung aus

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