Goodbye Hongkong, hello Shanghai

Standard

Wir haben uns immer etwas gewundert, dass viele Metrostationen aussehen wie Flughäfen, mit Gepäckaufgabe und Security Check etc. Heute haben wir Hongkong für diese geniale Erfindung gedankt. Eine Station von unserem Hotel, an der Central, konnten wir unser Gepäck aufgeben und sogar schon einchecken! Das hat uns gerettet, denn wir waren sehr spät dran und schon leicht nervös, das Flugzeug zu verpassen. So konnten wir beruhigt und ohne die lästigen schweren Koffer in den Airport Express steigen.

Wir sitzen grade im Flugzeug während ich das schreibe. Wir fliegen mit Eastern China.
Das Essen war das schrecklichste Flugzeug-Essen, das ich je hatte. Eigentlich gehöre ich zu den wenigen Menschen, denen das Essen im Flugzeug immer schmeckt. Aber das war nix..

Hinzukommt das der Chinese neben mir sooo laut und widerlich geschmatzt hat, das ich mich fast auf sein Tablett übergeben hätte. Wie der seinen Joghurt gegessen hat, könnt ihr euch nicht vorstellen… Wie man dabei solche Geräusche produzieren kann, ist mir ein Rätsel. Ich finde Schmatzen so furchtbar eckelig und fliege grade in das Land indem Schmatzen und Rülpsen zum guten Ton gehört.
Mein netter Flugzeugnachbar hat dann auch noch zweimal richtig herzhaft gerülpst… Boooaahhh igiitt
Ich hatte echt Angst, dass er dabei seinen Speichel auf meinem Essen verstreut.
Nur das Häagen Dasz Eis zum Nachtisch war das einzig positive an dem Essen.

Vom Flughafen sind wir erst einmal ein Stück mit der Schwebebahn Richtung Innenstadt gefahren, damit das Taxi nicht mehr ganz so teuer ist. Die Bahn ist bis zu 430 km/h gefahren! Das war irre. Man musste sich und den Koffer richtig festhalten.
Und wer hat sie erfunden? Die Deutschen 🙂

Den Rest der Strecke sind wir dann mit dem Taxi gefahren. Die sind hier komisch. Der Fahrersitz ist mit einer Plastikabschirmung vom Beifahrersitz getrennt. Ansonsten ist der erste Eindruck von Shanghai etwas trostlos und grau. Viele Hochhäuser und die Stadt wirkt riesig. Ist sie ja auch mit 23 Millionen Menschen.

Unser Hotel ist dem nach Namen nach gar kein Hotel, sondern ein Motel, mit dem genauen Namen super Motel 168. Wofür das „super“ in dem Namen steht bleibt ein Geheimnis…
Das Hotel ist riesig. Auf unserem Stockwerk gibt es alleine schon über 40 Zimmer und es hat 11 Stockwerke. Das Hotel gleicht einer etwas ranzigen Jugendherberge mit Einzelzimmern. Der Eindruck wird auch durch die laute Musik über bzw neben uns, die wie chinesische Karaoke klingt, verstärkt.
Nach unserem noblen, super chicken Minizimmer in Hongkong, wo sogar das Toilettenpapier kuschelweich war, ist das ein ganz anderer Schnack.
Stört uns aber nicht, das einzige wovor ich mich etwas ekel ist der Teppich. Der sieht aus als hätte er schon alles gesehen. Und jetzt haben wir wieder eine richtige Tür in der Toilette, was auch nicht schlecht ist ;). Allerdings ist im Badezimmer auch eine Glasscheibe eingebaut, so das man vom Bett aus in die Dusche spannern kann.
Das Bett ist jedoch sehr ungemütlich. Man liegt wie auf einem Holzbrett, das ist einfach keine Matratze. Wirklich steinhart…. 😦
Und abends stecken die uns kleine Kärtchen mit einer halb nackten Chinesin und einer Telefonnummer drauf. Crazy…

Nachdem Einchecken wollten wir uns auf die Suche nach einem guten Restaurant machen. Draussen hat Tim zwei Touris angesprochen. Nach einer kurzen Unterhaltung im gebrochenen Englisch hat sich rausgestellt, dass es auch Deutsche sind. Die beiden kommen aus Kiel, sind seit zwei Wochen in Shanghai und verbringen zwei Semester hier. Die konnten uns ein gutes Restaurant ganz in der Nähe vom Hotel empfehlen, das 1221, the dining room.
Ein sehr schönes Restaurant, ziemlich chick aber im Vergleich zu Deutschland nicht übermäßig teuer. Mit Getränken, zwei Gerichten und Nachtisch haben wir 30 Euro gezahlt. Zuerst haben wir frischen Tee bekommen. Ein Kellner kam mit einer riesigen Kanne und hat heisses Wasser in unsere Tassen gegossen. Sah sehr spektakulär aus. Das Essen war echt gut. War nichts, was man nicht schon kennt, aber das war für den ersten Tag auch nicht schlecht. Zum Nachtisch hatte ich die leckeren Sesambällchen mit der roten Bohnen Füllung.
Das wars dann auch für den Tag.

Leider ist unsere Befürchtung eingetreten: kein WordPress, kein Facebook, kein Kontakt zu euch… Ausser whats app, das funktioniert. Das ist echt doof! Und kein WLAN im Zimmer, allerdings hängt ein dickes blaues Netzkabel aus der Wand. Toll, was soll man mit dem Scheiss! Wenigstens hat man unten bei der Rezeption WLAN. Dort sass ich dann auch noch ein bisschen um zu whats appen. Plötzlich fällt neben mir eine junge Chinesin einfach um, wie ein nasser Sack. Ihre Freunde haben sie aufgehoben und sie neben mir auf die Bank gesetzt. Sie war total blutleer im Gesicht. Als sie kurze Zeit später den Kopf so komisch hängen lassen hat, habe ich sie gleich gefragt, ob alles ok sei. Und ob sie vielleicht Wasser möchte. Ihr Gesundheitszustand hat mir etwas Angst gemacht. Aber sie meinte nur, das kommt weil sie den ganzen Tag nichts gegessen hat. 10 Minuten später ist sie dann nochmal umgekippt. Crazy! Ihre Freundin hat ihr dann zum Glück einen Joghurt gegeben.

Bin auf die Stadt und die Leute gespannt. Die Menschen sollen sehr nett sein und immer lächeln auch wenn sie einen nicht verstehen, da sie kein Englisch können.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s