First Day in Shanghai

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Heute sind wir ziemlich spät aufgestanden.
Wir waren erst Mittags draussen und wollten erstmal etwas frühstücken. Zwei Jungs, die uns mit to- go Kaffeebechern von Starbucks  entgegen liefen, haben wir dann gleich nach dem Weg dorthin gefragt. Bei Starbucks zu frühstücken ist zwar nicht der Hit und voll überteuert, aber die Stadt ist zu riesig und unser Hunger war zu gross. Einigermaßen satt sind wir dann mit der Metro zum People Square gefahren und dort etwas rumgelaufen. Aber unsere Laune war das erste mal in diesem Urlaub nicht so toll.

Um 18:30 waren wir mit Raymond vom Li & Fung Office Shanghai zum Dinner verabredet. Er hatte uns die Adresse per Email geschickt, nur leider einen kleinen Schreibfehler drin. So hieß die HuMing Straße eigentlich HuMin, was in solch einer Stadt für viel Verwirrung sorgt, zumal sehr wenige Leute hier englisch sprechen. Bei Starbucks hat mir ein Verkäufer zum Glück den WLAN-Code gegeben und so sind wir dann immer wieder hin gegangen, um mit Raymond per Mail zu kommunizieren. Wir sind dann zur genannten Metrohaltestelle gefahren. Zum Glück war das Einkaufzentrum, indem sich das Restaurant befand, direkt daneben. Dann mussten wir nur noch das Restaurant finden, denn er hatte uns den Namen nur auf chinesisch geschickt. Keiner konnte englisch, aber alle haben in die Richtung gedeutet, in die wir gehen sollten. Eine Frau hat uns sogar zum Fahrstuhl gebracht, weil sie gemerkt hat, dass wir ihre Gesten nicht kapieren.
Zwanzig Minuten zu spät haben wir dann Raymond in der hintersten Ecke in dem riesigen Restaurant entdeckt. Ich habe ihn zum Glück schon mal in Frankfurt getroffen, sonst hätte das nicht funktioniert.
Der Abend war soooo toll. Es hat uns richtig Spaß gemacht. Tim hat sich auch super mit ihm verstanden und man hat richtig gemerkt, dass Raymond ihn voll gerne mag. Zum Abschied hätte er ihn, glaub ich, am liebsten umarmt.
Die beiden verbindet ausserdem eine Leidenschaft: Bruce Lee. Raymond kommt ursprünglich aus Hongkong (und Bruce Lee übrigens auch). Er hat uns so viele interessante Dinge erzählt und es war keine Sekunde langweilig oder still am Tisch.
Mich hat besonders die 1 Kind Politik hier interessiert. Laut Raymond ist sie insofern abgeändert, als dass Paare, die selbst Einzelkinder sind 2 Kinder haben dürfen. Denn eines der grössten Probleme ist, dass ein Paar ansonsten immer 2 Elternpaare, wenn sie älter werden, versorgen muss, die Eltern als auch die Schwiegereltern.
Er hat uns auch gesagt dass benutze Fette und Öle z.T. recyclet werden und wieder verkauft werden.
Raymond hat uns auch erzählt, dass die Deutschen ziemlich sauer waren, als die Chinesen die made in Germany Airport- Express Schwebebahn, direkt für eine weitere kopiert haben.
Ich habe ihn auch gefragt, warum die Männer hier so oft einen langen Fingernagel haben. Entweder den kleinen Finger oder den Daumen. Schön ist was anderes… Er hat meine Theorie bestätigt, dass sich ein langer kleiner Fingernagel gut für die Ohrenreinigung eignet. Aber der Daumen?? Für ihn als Hongkong Chinese ist das auch komisch.
Es ist schon krass wie sich die Leute aus Hongkong von den Festlandchinesen abheben und unterscheiden.

Durch die Neckermann Insolvenz wird auch Raymond leider seinen Job verlieren. Er verhandelt gerade mit Li & Fung wegen einer Abfindung 😦

Das Essen war auch super lecker. Es gab Peking Ente. Die wurde vor unserem Tisch zerlegt und dann haben sie die Knochen zu einer Suppe verarbeitet, die später serviert wurde. Die Entenstückchen konnte man sich in einen kleinen Fladen wickeln und Gemüse und eine sehr leckere Sojasosse hinzutun. Das hat uns sehr gut geschmeckt. Es gab ausserdem jede Menge Gemüse und etwas was die Konsistenz von schlabberigem, leicht salzigen Pudding hatte, der in Stückchen in einer scharfen Sosse serviert wurde. Hat merkwürdig geschmeckt. Tim mochte es gar nicht, aber ich fand es irgendwie nicht schlecht. Viel konnte ich davon jedoch nicht essen.
Zum Nachtisch gab es eine komische Art von Suppe, die etwas wie Griess in Wasser mit ganz wenig Zucker geschmeckt hat.

Shanghai ist wirklich eine riesige Stadt. Wohl auch die grösste die wir beide gesehen haben. Die Straßen haben 6 Spuren und mehr in jede Fahrtrichtung! Und da drüber verlaufen auch noch Brücken, auf denen auch noch Autos fahren.

Soviel zu heute, morgen mehr…

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