Second Day in Shanghai

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Es ist sehr sehr kompliziert hier. Soooo wenige Leute können englisch. Auch die Angestellten im Hotel kaum. Die Putzfrau hat uns minutenlang vergeblich auf chinesisch vollgetextet, aber wir verstehen nun mal nix. Aber sie war echt süß und wir hätten gerne gewusst, was sie wollte.

Heute war vor allem Tims Geduld an der äussersten Grenze. Es ist auch einfach anstrengend, weil keiner einem helfen kann und alles so anders ist. Und dann haben wir irgendwo auf unserer Reise den Shanghai- Reiseführer verloren, den Tim von seiner Schwester geschenkt bekommen hat. 😥
Shanghai ist einfach so riesig und keinem von uns ist es je so schwer gefallen sich zurecht zu finden. Auch in Europa gibt es schliesslich einige Länder, die wenig englisch sprechen, aber hier ist es noch 10x komplizierter. Aber die meisten Leute hier sind schon sehr nett, ich empfinde sie sogar als herzlicher als in Hongkong. Vor allem in Hongkong haben uns manche sowas von komisch angeschaut, wenn man sie anspricht und sind einfach weg gegangen. Hier versuchen viele einem etwas auf chinesisch zu erklären auch wenn es meist sinnlos ist. Gestern haben wir einen Jungen auf einen Elektroroller (ist sehr beliebt hier) unsere Karte vom Hotel gezeigt, auf der die Adresse auch auf chinesisch draufsteht. Er hat sich so bemüht uns den Weg zu zeigen und wir haben es auch gefunden, obwohl wir nichts verstanden haben.
Nervig ist, dass sich die Leute hier grundsätzlich vor drängeln, oder es einem zumindest so vorkommt. Wenn man so blöd ist wie wir und geduldig wartet bis man dran ist, kann man lange warten. Aber das haben wir jetzt auch kapiert. Man muss einfach sagen was man will.

Morgens etwas zum Frühstücken zu finden ist sehr schwierig. Es sei denn man geht zu Starbucks, wenn man denn mal einen gefunden hat. Wenn es hier Bäcker gibt dann nie zum Reinsetzen. In unserer Verzweiflung haben wir dann in einem solchen unseren Hunger gestillt. Es gab Natas und Croissants, die ganz lecker waren aber einen ganz merkwürdigen Fettfilm auf der Zunge hinterlassen haben. Vielleicht auch mit recycleten Öl gebacken 😉 ? Dem Geschmack nach nicht unmöglich… Und Kaffee gab es dort keinen.
Also sind wir ohne Koffein im Blut los um zu einem Markt, dem sog. Pearl Market, zu fahren, den uns Raymond empfohlen hat. Meine ehemalige Chefin ist dort immer hingefahren, wenn sie hier war, also musste er ganz gut sein. Raymond hat uns netterweise auch die Adresse auf chinesisch geschickt, war aber trotzdem voll schwierig zu finden… Im Hotel wurde uns gesagt wir sollen den Bus Nr. 925 nehmen, um dorthin zu kommen. Aber sie konnte uns die Haltestelle nicht sagen nur dass es ca 5-6 Stationen wären. Na toll. Wir haben den Bus dann auch gefunden, aber alle Buspläne waren nur auf chinesisch. Wir haben bestimmt 5 Leute gefragt und jedes mal einen anderen Bus genannt bekommen. Im Bus konnte der Busfahrer leider auch kein Englisch. Die Fahrkartenverkäuferin hat uns dann gesagt, welche Station wir aussteigen müssen. Es war mindestens die Zehnte. Da standen wir dann in the middle of nowhere und sind erstmal einen Kaffee in einem französischen chickimicki Laden trinken gegangen. Der war mit 4 Euro arschteuer. 10 Leute später, denen wir vergeblich die chinesische Adresse von dem Markt gezeigt hatten, liefen uns Touristen über dem Weg, die auch zu dem Markt wollten. Juhu!
Der Markt war in einer grossen Halle auf mehrere Stockwerke verteilt. An jedem Stand wurde man angesprochen. Da konnten auf einmal alle Englisch ;). Man musste tierisch handeln. Die Anfangspreise lagen mindestens bei dem vierfachen des Endpreises, den man dann bekommen hat, sobald man sich von dem Stand entfernen wollte.
Ich habe dort 2 Ray Ban Sonnenbrillen gekauft und einen Glücksbringer für meine Omi.

Dann sind wir in die Innenstadt zur Nanjing Road East gefahren, weil Tim die Boxershorts ausgegangen sind und der Laundry Service im Hotel zu teuer war.
Gegen sechs sind wir zurück ins super Motel gefahren, weil wir am Abend zum Essen verabredet waren. Der liebe Moritz (ein Freund von Tim aus Frankfurt) hat uns die Kontaktdaten von Ralf gegeben, einem Freund von ihm, der seit einigen Jahren hier in Shanghai lebt. Ralf und seine Freundin Ella wollten uns um sieben im Hotel abholen. Aus irgendeinem Grund hatten wir jedoch halb acht im Sinn und haben vergeblich gewartet. Wir haben sie wohl grade verpasst, weil auch sie bis kurz vor halb im Hotel waren. Zum Glück hatten wir seine Nummer und sind dann in das Restaurant gefahren. Dort waren die Beiden mit einem weiteren Pärchen aus Deutschland, die aus beruflichen Gründen hergezogen sind und seit 5 Wochen hier leben. Die beiden waren auch sehr nett, leider wissen wir ihre Namen nicht mehr. Das Restaurant bietet Spezialitäten aus einer südchinesischen Provinz an. Das Essen war super mega lecker. Uns es war eine sehr nette Runde. Die Freundin von Ralf kommt gebürtig aus Shanghai und hat ihr eigenes Modelabel.

Dann sind wir ins Hotel, damit Tim sich ausschlafen kann und hoffentlich morgen wieder richtig fit ist. Mein Husten ist, man glaubt es kaum, endlich so gut wie weg. 🙂

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