Dschungelfeeling

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Eines muss man unserem gammeligen Zimmer lassen, das Bett ist nicht schlecht und wir haben gut geschlafen. Heute Morgen sind wir als erstes in das Restaurant, denn Frühstück ist bei dem Preis natürlich inbegriffen. Ein recht reichhaltiges Buffet und eine tolle Abwechslung von Toast mit Marmelade oder Cornflakes. Wir haben so viel wir konnten gegessen, die 75 Euro müssen sich ja schliesslich irgendwie lohnen. Auf dem Weg in unser wunderschönes Zimmer haben wir ein kleines Baby Wildschwein gesehen. Voll süss! Aber es war leider verletzt und total verwirrt. Tim hat es einem Ranger gesagt und er wollte sich später drum kümmern, aber wir haben nicht so recht daran geglaubt.
Ein paar Schritte weiter habe ich eine ganze Affenfamilie mit Nachwuchs gesehen (Tim ist leider schon vor gegangen). Ein Affe ist direkt auf mich zu gekommen und ich habe ein super tolles Foto machen können 🙂
Dann ging es mit einer dicken Schicht Insektenspray bedeckt und der Hose in den Socken gesteckt, in den Dschungel. Unser erstes Ziel war der Canopy Walk, den man recht bequem über einen Pfad erreichen kann.
Nach 1,5 Stunden sind wir trotzdem schweißgebadet dort angekommen. Der Canopy Walk war cool! Hoch oben nahe den Baumwipfeln, 45 Meter über dem Boden auf einer wackeligen Brücke zu stehen war eine einmalige Sache. Man hatte eine tolle Sicht, aber Vögel haben wir leider keine gesehen. Auf dem Rückweg wollten wir eine andere Route nehmen. Dieser Pfad war teilweise kaputt, so dass man klettern musste, aber das war auch mal cool und hat das Dschungelfeeling verstärkt.
Ausser ein paar bunten und aussergewöhnlichen Insekten haben wir allerdings nichts gesehen.
Im Anschluss haben wir unsere Badesachen untergezogen und sind durch den Dschungel zum Lubok Simpon, einer Badesstelle am Fluss, gelaufen.
Auf den ersten Blick sah der Fluss nicht sehr einladend aus, da das Wasser so rötlich und undurchsichtlich wirkte. Ich war noch am zögern, ob ich schwimmen sollte oder nicht, denn ich hatte keine Lust mit Blutegeln und anderen Parasiten übersät wieder raus zu kommen. Tim hatte keine Lust mehr als er die Farbe des Wassers gesehen hat. Während wir Fotos im Wasser gemacht haben, verlor ich meinen Flip Flop und er drohte von der Strömung wegzutreiben, so blieb mir nichts anderes übrig als hinterher zu schwimmen. Einmal drin im Wasser, war es toll vom Urwald umringt ein Bad zu nehmen, aber ein bisschen Angst hatte ich schon.
Im Anschluss trieb uns der Hunger auf die andere Flussseite. Im schwimmenden „Family Restaurant“ haben wir Fried Rice und Noodles gegessen.
Ich wollte am Abend unbedingt eine Nachtwanderung machen, aber dieses Mal ohne Jeep sondern zu Fuss. Für etwas mehr als 5 Euro pro Person haben wir sie dann auch gebucht. Die Tour war super und der Führer war auch cool und hat uns viel erzählt. Auch dieses Mal war die Gruppe mit 10 Personen zu gross und man hat leider nicht alles gehört, was er gesagt hat. Er hat uns erzählt, dass er vor ein paar Monaten an der Wasserstelle, die er uns gezeigt hat, einen Elefanten gesehen hat. Das ist ganz selten, da die Tiere sich eher in den Tiefen des 4300 qkm grossen Nationalparks aufhalten und in der Regel in einer Herde leben. Das der einzelne Elefant gesichtet wurde hat er damit erklärt, dass dieser von der Herde ausgestoßen wurde.
Es leben noch um die 200 Tiger, die sich wohl vor allem in den Palmölplantagen aufhalten, weil die dort eine freie Sicht zum Jagen haben. Diese Tiere können Menschen in 2km Entfernung riechen.
In der Nacht verwandelt sich der Dschungel in ein Horrorkabinett. Wir haben riesige Spinnen gesehen, teilweise auch giftig. Eine riesige Vogelsspinne war auch dabei, die hatte mindestens die Grösse von meiner Hand. Auch eine Art von Tausendfüssler haben wir gesehen, der sehr sehr giftig sein soll. Auch einen schönen bunten Vogel, der einen Termitenbau an einem Baum geklaut hat und es als Nest nutzt, konnten wir bewundern. Wir hatten sogar das Glück 2 kleine Sambar Hirsch Familien zu sehen.
Wir hatten Glück mit dem Wetter, da es nur kurz geregnet hat, blieben wir von Blutegeln verschont. Auf dem Rueckweg haben wir uns noch ein bisschen mit einem deutschen Pärchen unterhalten, die eine Tür neben uns wohnen, dort wo uebrigens auch die komische Kaefer/Kakerlaker zu Hause ist :). Die beiden waren echt nett. Ihr Zimmer ist auch dreckig, aber nicht so schlimm wie unseres. Mit den beiden haben wir auch noch zwei Stachelschweine gesehen. Voll süss, aber gemüffelt haben sie… unglaublich. Sie waren leider zu schnell, so dass ich kein Foto machen konnte.
Jetzt wissen wir auch woher die komischen Geräusche in unserem Zimmer kommen. Es hört sich an wie ein Vogelschnattern und wir dachten, dass sich irgendwo im Dach einer eingenistet haben muss. Aber die Laute kommen von Geckos, die sie irgendwie mit dem Mund machen, voll crazy..

Dann ging es ins Bett, man konnte nur hoffen keine Alpträume zu bekommen…

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  1. Wow, die Fotos sind super schön, auch die Insekten obwohl mir bei ihrem Anblick auch meine Nackenhaare zu Berge stehen.Die sind echt gigantisch……. !!

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