Busfahrt nach Singapur

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Heute haben wir gegen halb zehn das Guesthouse verlassen und waren mehr als pünktlich am Bahnhof, um den Bus um elf nach Singapur zu nehmen. Die Fahrt war entspannt und man hatte viel Platz. Die Sitze waren richtige Sessel, deren Lehne man weit zurückstellen konnte, und wir könnten recht gut schlafen.
Nach fast fünf Stunden hatten wir die Grenze Malaysias erreicht. Dort mussten alle samt Gepäck aussteigen und zum Immigrantion Schalter, wie am Flughafen. Dort wurde der Pass gestempelt und man war offiziell aus Malaysia ausgereist.
Am Vorabend hatte ich mich nach den Zigarettenpreisen in Singapur erkundigt und gelesen, dass sie dort ca 7 Euro kosten. Leider habe ich dabei auch erfahren, dass die Einfuhr von Zigaretten strikt verboten ist. Ich habe mir trotzdem noch fünf Schachteln in KL gekauft, da sie dort nur 2 Euro kosten.
Ich hatte ganz schön Angst damit erwischt zu werden. Vor allem als ich an der Grenze die ganzen Verbotsschilder gesehen habe. Alkohol ist logischerweise auch gänzlich verboten, aber sogar Kaugummis stehen auf der roten Liste! Echt verrückt.
Wir sind also schwitzend in den nothing to declare Bereich gegangen und wurden direkt rausgewunken. Zitternd und mit feuchten Händen haben wir unsere Koffer den Zollbeamten geöffnet. Mit spitzen Fingern und leicht gerümpfter Nase haben sie ein paar Sachen angehoben und gefragt, ob da nur Klamotten drin sind. Dann durften wir weiter. Puuuuuhhh! Glück gehabt. Aber das war noch nicht alles… Wir dann wieder in den Bus rein und ein paar Minuten später ging das Gleiche von vorne los. Nach der Brücke, an der Grenze zu Singapur wieder alle raus aus dem Bus und zum Passstempeln. Dann mussten wir unsere Koffer auf ein Gepäckband legen. Ich war am Ende mit meinen Nerven und war kurz davor zu den Zollbeamten zu gehen und mein Schmuggelversuch zu gestehen, hab mein Gepäck dann aber doch auf das Band gehievt und bin mit wackeligen Beinen durch den Security Check gegangen. Das Band hat gestoppt.. aber dann kamen die Koffer raus. Puuuuhhhhhhh. Nur schnell weg, nichts ist passiert. Echt Glück gehabt. Der Busfahrer kam uns mit einem Polizisten entgegen und hat nach unserer Sitznummer gefragt und ob wir etwas im Bus gelassen haben. Zum Glück hab ich die Schachteln nicht unter dem Sitz versteckt, denn dieser wird anscheinend zusammen mit der Polizei durchsucht. Was für ein Stress. Ist nicht zu empfehlen. Man muss pro Zigarette 20 Singapur Dollar zahlen, das sind 12 Euro! Auch in Singapur ist man nicht sicher, denn hier haben alle Zigaretten einen Aufdruck, einen sog. Steuervermerk. Wenn man mit einer Zigarette erwischt wird, die diesen nicht trägt, ist auch schlecht. Singapur ist echt streng. Allerdings wurde uns auch erzählt, dass bei einer oder zwei Schachteln nichts passiert, man sollte sich nur nicht beim Rauchen von Steuermarken-freien Zigaretten erwischen lassen.
Als wir endlich wieder in den Bus einsteigen konnten, um weiter zu fahren, waren wir sehr glücklich. Der Bus hielt glücklicherweise auch nur 150 Meter von unserem Hostel entfernt, so konnten wir laufen. Das Hostel, Sleepy Kiwi, ist wie damals auf Klassenfahrten. Ein grosser Raum voller Hochbetten. Im Erdgeschoss ist die Rezeption, eine Küche und zwei kleine Badezimmer. Mit einer Treppe kommt man in den grossen Gemeinschaftsschlafsaal. Dort sind auf winzigem Raum dicht an dicht die Doppelbetten aneinander gereiht und es gibt ein paar klitzekleine Zimmer. Wir haben zum Glück ein Zimmer für uns. Es hat ein Hochbett und eine Stehlampe, für mehr ist kein Platz. Die Koffer liegen auf dem oberen Bett, denn auf dem Boden passt nichts hin. Das Bad, d.h. zwei Toiletten, zwei Duschen und drei Waschbecken, werden gemeinschaftlich genutzt. Es ist alles recht sauber. Allerdings stinken die Toiletten im Erdgeschoss ziemlich mies. Handtücher gibt es nur gegen eine Gebühr pro Tag. Zum Glück haben wir unsere Strandhandtücher nach der Insel waschen lassen 🙂
Die Leute an der Rezeption und auch die meisten Gäste sind super nett. Hier ist bis spät in die Nacht was los. Es gibt mehrer PCs, die jeder benutzen kann, eine Bücherecke und Wlan hat es hier auch.
Die Gegend ist auch toll, es liegt in dem arabischen Viertel, in einer super schönen Strasse mit keinen Läden, wo keine Autos fahren.

Nachdem wir unsere Koffer angestellt haben, sind wir was essen gegangen. Im Hostel wurde uns Lau Sat Pa, eine Art Markt mit verschieden Essensständen empfohlen. Das chinesische Essen, für das wir uns dummerweise entscheiden haben, war leider nicht so toll. Im Anschluss sind wir an den Fluss zum Clarke Quay spaziert, um dort etwas zu trinken. Alles super teuer.
Hier war heute das Formel 1 Rennen, daher war viel abgesperrt. Es war so laut und man hatte das Gefühl das Vettel und Co einem jedem Moment über die Füsse fahren. Wir sind ja nun alles andere als Fans, aber der Sound war schon sehr beeindruckend, ganz anders als im Fernsehen. Neugierig sind wir auch ganz dicht an die Absperrung zur Rennstrecke ran und ich habe mich auf eine kleine Mauer gestellt, um die Rennwagen zu sehen. Die Polizisten haben mich aber leider direkt wieder runter geholt. War trotzdem cool das mal live zu sehen.

Dann ging es ins Hostel. Morgen kommen Angelique und Felix aus Frankfurt nach Singapur. Da freuen wir uns schon drauf!

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  1. Hallo Ihr Lieben, nach soviel Riesen-Getier könnt ihr ja unseren Mini-Insekten und Spinnen etc. getrost ins Auge schauen. Soviel Streß wegen ein paar Rauchwolken!?!?! Viel Spaß in Singapur, liebe Grüße Mam und Paps. Übrigens, Alfred Brehm hat etwa im Jahr 1860 die ersten Tierbücher geschrieben.

  2. Hallo c1rrus3, ich lese den Blog von Queeneth und Tim ja auch immer regelmässig und auch eure Kommentare.Ich wollte euch jetzt nur mal kurz, auf diesem Weg, ganz liebe Grüsse aus Hamburg senden von Brigitte !!

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