Erster Tag in Singapur und Ankunft von Angelique und Felix

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Guten Morgen Deutschland.
Wir haben richtig gut geschlafen in unserem kleinen Kämmerlein. Und zum Duschen mussten wir nicht einmal lange anstehen. Ist schon komisch mit mehreren Fremden gemeinsam an den Waschbecken zu stehen, um sich die Zähne zu putzen.
In dem Hostel gibt es Frühstück und es ist sogar richtig gut. Leckerer Kaffee, frisches Obst und Toast mit Marmelade, Erdnussbutter und einem grünen Kokosaufstrich, sehr lecker. Dann ging es erstmal nach little India. Das ist jedoch längst nicht so bunt und lebhaft wie in Kuala Lumpur. Singapur erinnert uns sehr an Hongkong, was kein Wunder ist bei einer 75 prozentigen chinesischen Bevölkerung. Die Metro sieht exakt gleich aus und überall Chinesen und chinesische Restaurants etc. Es gibt hier wenig Malayen und kaum Inder. Moslemisch ist es so gut wie gar nicht. Toll ist, dass hier die verschiedenen Kulturen und Religionen scheinbar problemlos miteinander leben. Eine Kirche steht hier neben einer Moschee und gegenüber eines Hindu Tempels.
Kuala Lumpur hat mir aber viel besser gefallen, hier ist alles so clean und es wirkt auf dem ersten Blick so charakterlos. Und es sind wirklich viele Verbotsschilder überall. Auch draussen darf nicht überall geraucht werden, z.b. nicht im Umkreis von 5 Metern bei öffentlichen Gebäuden, Müll auf den Boden schmeissen wird hoch bestraft ebenso wie Essen und Trinken in der U-Bahn. Obwohl das eigentlich fast selbst verständlich ist und auch sinnvoll, ist es schon etwas sehr streng hier.

In little India waren wir lecker indisch essen in dem Kaaraaikudi Restaurant in der Belilios Road. Das Butter Chicken, was wir auch oft in Indien gegessen haben, war super. Dann gab es noch einen Kaffee und wir haben uns im Anschluss auf den Weg nach China Town gemacht, denn heute kommen Angelique und Felix aus Frankfurt an, die dort im Hotel Porcelain sind. Um vier haben wir die beiden im Hotel abgeholt. Ihr Hotel ist super chic, die Zimmer sind winzig aber schön.
Wir haben uns total gefreut die beiden hier zu treffen, war schon komisch nach so länger Zeit mal wieder bekannte Gesichter zu sehen. Wir sind ein bisschen durch China Town spaziert. Eigentlich ein Witz, dass es überhaupt ein solches Viertel gibt, denn die ganze Stadt ist ja schliesslich wie China…
Dann ging es zum Wahrzeichen Singapurs, die wasserspeiende Löwenstatue mit Meerjungfrauschwanz. Singapur ist bei Nacht wirklich toll. Die Skyline ist der Hammer und wir haben ca 1 Million Fotos gemacht. Langsam wird mir die Stadt symphatischer.
Später haben wir uns alle zusammen mit Max, einem Freund von Felix getroffen, der seit 5 Jahren hier lebt. Der Hunger trieb uns zu einem Food Court in Esplanade in Marina Bay. Das Essen war gut und für Singapur auch sehr günstig. Tim hat es leider nicht geschmeckt, es war ihm alles zu fischig. Im Anschluss ging es ins Loof eine super schöne Roof Top Bar, wirklich zu empfehlen.
Max hat uns sehr interessante Dinge über Singapur und die Mentalität der Chinesen erzählt. Z.B. dass die Chinesen immer die Angst haben Zweiter zu sein, daher drängeln sie so und quetschen sich in die U-Bahn ohne andere aussteigen zu lassen. Auch haben sie sie Angewohnheit, im Fahrstuhl sofort nach dem Einsteigen den Knopf zu drücken, um die Türen zu schliessen. Das ist mir in China schon immer aufgefallen, die Leute sind voll ungeduldig. Wir wissen gar nicht, ob es in Deutschland diesen Knopf überhaupt gibt?
In Singapur gibt es noch die Todes- und auch die Prügelstrafe. Die Prügelstrafe erfolgt mit einem gesplitterten genässten Rohrstock auf den Hintern. Nach drei Schlägen ist der Hintern im wahrsten Sinne des Wortes „im Arsch“. Ein Graffitisprayer ist für 8 Jahre ins Gefängnis mit zusätzlichen 6 Rohrstockschlägen verklagt worden. Diese werden dann über die abzusitzenden Jahre verteilt. Aber laut Wikipedia sind die harten Strafen auch der Grund warum Singapur so erfolgreich ist und das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen so gut funktioniert.
Der Abend war echt toll und super interessant.
Im Hotel haben wir noch ein bisschen im Internet gesurft, wir brauchten noch unbedingt eine Unterkunft in Sydney für die ersten Tage und so sind wir recht spät ins Bett.

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